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SE4All - Sustainable Energy for All – Initiative (“Erneuerbare Energie für Alle”)

Strommasten und Solarbäume

Strommasten und Solarbäume, © picture-alliance / Uwe Zucchi

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SE4All - Sustainable Energy for All – Initiative (“Erneuerbare Energie für Alle”)

Seit 2013 in Wien ansässig ist das Büro der VN-Initiative Sustainable Energy for All (SE4All). Die SE4All-Initiative wurde auf Bestreben des VN-Generalsekretärs Ban Ki-moon im September 2011 ins Leben gerufen. Das SE4All-Sekretariat ("Global Facilitation Team"), mit Hauptsitz in Wien und einem weiteren Büro in New York, nahm Mitte 2013 seine Arbeit auf. Seit Januar 2016 ist Frau Rachel Kyte als „Special Representative for SE4All“ des VN-Generalsekretärs Leiterin des Global Facilitation Team. Zuvor war Frau Kyte für die Weltbank als "Vice President and Special Envoy for Climate Change" tätig. SE4All hat sich zum Ziel gesetzt, Energie als zentralen Bestandteil der globalen Entwicklungsagenda zu etablieren. Die Generalversammlung der Vereinten Nationen erklärte das Jahrzehnt 2014-2024 zur "Dekade der Sustainable Energy for All". Im Juni 2015 fand in New York das zweite "SE4All-Forum" statt.

 

Die Initiative hat sich bis 2030 folgende drei miteinander verknüpfte Ziele gesetzt:

• den universellen Zugang zu modernen Energiedienstleistungen

• Verdoppelung der Energieeffizienz

• Verdoppelung des Anteils der erneuerbaren Energien im globalen Energiemix.

Universeller Zugang

1,3 Milliarden Menschen auf der Welt haben keinen Zugang zu Elektrizität. VN-Generalsekretär Ban Ki-moon startete mit der Initiative einen Aufruf an Regierungen, Unternehmen und die Zivilgesellschaft, um den universellen Zugang zu modernen Energiedienstleistungen bis zum Jahr 2030 zu erreichen.Fast 40% der Weltbevölkerung nutzt zum Kochen Holz, Kohle, Holzkohle, oder tierische Abfälle und ist so toxischem Rauch ausgesetzt, der Lungenkrankheiten verursacht. Aus diesem Grund sterben fast zwei Millionen Menschen pro Jahr, die meisten von ihnen Frauen und Kinder. Moderne Brennstoffe zum Kochen und Heizen bewahren Frauen u.a. vor dem zeitaufwendigen und mühsamen Holzsammeln. Strom ermöglicht zudem essentielle Dinge wie Lernen im Dunkeln, den Betrieb von Wasserpumpen sowie das Kühlen von Nahrungsmitteln und Medikamenten.

Energieeffizienz

Am weltweiten Energiemix liegt der Anteil erneuerbarer Energien derzeit bei 15 %. Die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen auf diesem Gebiet wächst rapide. Die Kosten für erneuerbare Energie fallen weiter und stehen damit in echter Konkurrenz zu fossilen Brennstoffen. Die Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien am globalen Energiemix kann dem Treibhauseffekt entgegenwirken und die lokale Schadstoffbelastung verringern.

Deutsche Interessen und Beteiligung

Der Zugang zur Energieversorgung stellt einen wichtigen Aspekt der deutschen Entwicklungspolitik dar. Erneuerbare Energien und Energieeffizienz wirken sich nicht nur positiv auf die betroffenen Länder direkt aus, sondern auch auf die Regionen, die von den Folgen des Klimawandels betroffen sind. Deutschland leistete mit dem vom BMZ entwickelten Wasser – Energie – Nahrungs – Nexus einen wichtigen Beitrag zur Verwirklichung der drei genannten SE4-AllZiele. Eine wichtige Rolle nimmt auch die internationale Agentur für Erneuerbare Energien (International Renewable Energy Agency, IRENA) mit ihrem Innovations-und Technologiezentrum in Bonn ein.

Weitere Informationen

Website SE4All

Website Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Website IRENA

Erreichbarkeiten SE4All:

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