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IAEO-Ministerkonferenz zu nuklearer Sicherung (ICONS 2020)

ICONS 2020, Wien: Deutsche Delegation

ICONS 2020, Wien: Deutsche Delegation, © Ständige Vertretung

Pressemitteilung

Wien, 10. bis 14. Februar 2020: Derzeit tagt die dritte internationale Konferenz zur nuklearen Sicherung (ICONS 2020) in Wien mit rund 1.600 Teilnehmern aus 130 Mitgliedstaaten der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO). Nukleare Sicherung zielt darauf ab, den unbefugten Zugriff auf nukleare Materialien und Anlagen zu verhindern - in Abgrenzung zu Fragen der Betriebssicherheit.

ICONS 2020, Wien
ICONS 2020, Wien© Ständige Vertetung

Diskutiert werden dabei u.a. nationale Gesetzgebungs- und Regulierungsrahmen, Bedrohungs- und Risikobewertung, der Schutz von nuklearem und radioaktivem Material, die Bekämpfung des illegalen Handels, die Weiterentwicklung von Expertise und der Schutz der Integrität informationstechnischer Systeme.

ICONS 2020, Wien: Frau Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin im BMU
ICONS 2020, Wien: Frau Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin im BMU© Ständige Vertretung

Deutschland ist mit einer Delegation aus dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, dem Auswärtigen Amt, dem Bundesamt für Strahlenschutz und der Gesellschaft für Reaktorsicherheit vertreten. Die deutsche Delegation wird von der Parlamentarischen Staatssekretärin Frau Rita Schwarzelühr-Sutter  geleitet. Sie warb in ihrer Rede vor dem Plenum für weltweite Anstrengungen, den Schutz von Atomkraftwerken, Kernbrennstoffen und sonstigen radioaktiven Stoffen erheblich zu verbessern.

Rita Schwarzelühr-Sutter: „Atomkraftwerke und radioaktive Stoffe besser vor Cyberangriffen schützen“:

Atomausstieg heißt nicht Ausstieg aus der nuklearen Sicherung. Auch wenn wir die kommerzielle Nutzung der Atomenergie in Deutschland beenden, werden wir uns weiterhin international für ein bestmögliches Niveau auf dem Gebiet der nuklearen Sicherheit und der nuklearen Sicherung einbringen und in diesem Zusammenhang auch eng mit der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) zusammenarbeiten. Deutschland ist sich der weltweit zunehmenden Bedrohung durch digitale Angriffe auf kritische Infrastrukturen bewusst. Diese Bedrohung betrifft auch die Atomkraftwerke und die radioaktiven Stoffe in den Mitgliedsstaaten. Wir unterstützen deshalb nachdrücklich die Bemühungen der IAEO, verbindliche Anforderungen für den Schutz gegen Cyberangriffe festzulegen.

IAEO-Generaldirektor Rafael Grossi, Parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter, Botschafter Gerhard Küntzle, deutsche Delegation ICONS 2020, Wien
IAEO-Generaldirektor Rafael Grossi, Parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter, Botschafter Gerhard Küntzle, deutsche Delegation ICONS 2020, Wien© BMU

Frau Schwarzelühr-Sutter traf IAEO-Generaldirektor Rafael Grossi zu Gesprächen.

Daneben richtet Deutschland mit den USA und Frankreich eine Nebenveranstaltung zur Sicherung hochradioaktiver Quellen aus. Bei der Podiumsdiskussion zum Thema 'Internationally Legally and Non-Legally Binding Instruments for Nuclear Security' wird Thomas Elsner, Unterabteilungsleiter im Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, vortragen.

Weitere Informationen zur ICONS finden Sie hier


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